Märzenbecher

 

Im Februar war bei uns einiges los und die ersten Gartenvorbereitungen waren auch schon im vollen Gange.  

Habt ihr auch schon die ersten Schneeglöckchen und Winterlinge im Garten entdeckt? Auch die nächsten Frühjahrsblüher stecken schon in den Startlöchern - wenn man genau hinsieht, sieht man schon die ersten Tulpen.

 

Lass den Frühling rein!

Auch bei unserem Stand auf der BIOFACH in Nürnberg haben wir den Frühling durchs „Der Wachsende Kalender“ – Fenster einziehen lassen und farbenfroh mit Narzissen, Hyazinthen und Kresse dekoriert.

Nicht nur der Stand selbst, auch unsere Wachsenden Kalender und Grußkarten haben auf der Fachmesse rund um die Welt der Bio-Produkte Freude versprüht, was uns letztlich den Besucherpreis Best New Product 2019 einbrachte! Danke dafür, wir sind richtig stolz😊  

Nachdem wir den Trubel der Messe hinter uns gelassen haben, sind wir zurück im Büro. Jetzt gilt es, den ganzen Input der Messe, die vielen guten Gespräche und Inspirationen fürs Jahr 2020 zu verarbeiten. Wir sind schon fleißig dabei, die Kalender für 2020 zu planen. Ihr dürft euch auf eine sehr interessante Samenauswahl und Weiterentwicklungen freuen 😉  

Doch bei dem bombastischen Frühlingswetter juckts einen schon ganz schön in den grünen Daumen: wir haben uns von den alten Fenstern einer Freundin inspirieren lassen und daraus etwas Dekoratives und zugleich Funktionales für die Gartensaison gebastelt. Na, habt ihr schon eine Ahnung?

 

Erste Gartenvorbereitungen

Ein Frühbeet - auch Mini-Gewächshaus genannt - stand auf der Agenda. Es dient dazu, dass man darin das Gemüsegartenjahr noch früher einläuten kann. Wenn das Frühbeet an einem sonnigen Platz im Garten steht, wärmt es sich über den Tag durch die ersten Sonnenstrahlen auf. Durch die Glasscheibe kann Licht hindurch und die entstehende Wärme wird über Nacht zurückgehalten. Daher ist es möglich, etwa vier Wochen früher zu ernten als im Freiland. Zudem kann das Frühbeet im Winter genutzt werden, um dort Feld- und Endiviensalat zu pflanzen.  

Da wir noch nicht in unserem Gemüsegarten waren, haben wir das Frühbeet umfunktioniert und unsere frostempfindlichen Kübelpflanzen hineingestellt, da die Nächte ja doch noch zwischenzeitlich sehr kalt waren. Hier findet ihr eine Bauanleitung für euer eigenes Frühbeet, falls ihr Lust habt eins nachzubauen.

Und was macht das andere Gemüse?

Und bevor wir es vergessen, habt ihr die Kresse im letzten Monat schon verputzt? Bei uns gab es ein leckeres Brot mit der Kresse drauf, aber auch im Salat schmeckt sie super. Mit ihrer leichten Schärfe gibt sie jedem Gericht das gewisse Extra. Zudem ist sie auch noch super gesund. Nicht nur in Kresse, sondern auch in vielen anderen Sprossen oder Keimlingen, die einem mittlerweile immer mehr über den Weg laufen, sind Vitamine, Eisen, Spurenelemente und Enzyme versteckt. Durch die rohe Verwendung bleiben viele dieser Inhaltsstoffe erhalten.

 

Unsere Petersilie hat sich schon blicken lassen und wächst vor sich hin. Auch der Fenchel wächst und gedeiht, er hat sogar schon die ersten Blättchen gebildet, die wirklich nach Fenchel aussehen. Wie sieht es denn bei euch aus, habt ihr auch schon die ersten Erfolge gesichtet? Zeigt uns doch eure Schnappschüsse auf Instagram oder Facebook von den ersten Sprösslingen...

Der Wachsende Kalender im Februar

Den Mohn kannst du eigentlich direkt nach draußen in den Garten sähen, wo er später auch mal blühen soll oder in den Balkonkasten.  Am Besten reißt du das Papier ein bisschen auseinander und legst ein klein bisschen Erde darauf. Doch nicht zu viel, denn Mohn gehört zu den Lichtkeimern. Der Mohn braucht nicht viel Wasser und ist eigentlich auch sonst sehr genügsam. Er braucht wirklich nicht viel um glücklich zu sein, doch bevorzugt er Sonne und ein warmes Plätzchen.  

Der Mohn ist sehr wichtig für unsere Bienen, er liefert viel Pollen, jedoch keinen Nektar. Die Blüten vom Mohn sind meistens nur für kurze Zeit geöffnet. Bis zum nächsten Tag sind sie meistens schon verblüht. Die Bienen und Hummeln tummeln sich in der Zeit von 6 bis 10 Uhr früh am Mohn, da dort die Produktion des Pollens am höchsten ist.  

Wir haben heute mal ausprobiert den Samen einfach an den Rand unserer Einfahrt zu pflanzen. Mal sehen, ob es klappt.

Unter den „Vergessenen Sorten“ die gar nicht so alte, aber nicht weit verbreitete Tomatensorte ‘Black Cherry‘.  

Am besten ist es, die Tomaten in einem Schälchen auf der Fensterbank auszusäen. Jetzt ist genau der richtige Zeitpunkt! Das Fenster sollte Richtung Süden zeigen und der Raum beheizt sein.  Zur Keimung ist es nie verkehrt, Aussaaterde zu verwenden, da die meisten jungen Pflänzchen mit den Nährstoffen in normaler Erde überfordert sind. Bedeckt die Aussaat etwa einen halben Zentimeter mit Erde und drückt sie leicht an, damit beim Befeuchten alles an Ort und Stelle bleibt. Wenn die Pflänzchen gekeimt sind und sich das erste richtige Blatt zeigt, muss man die kleinen Tomaten pikieren, also umpflanzen.  

Wenn es soweit ist, zeigen wir euch wie es geht.

Da die Tomate auch mit etwas mehr Nährstoffen zum Start kein Problem hat, haben wir uns entschieden es gleich mit normaler Erde auszuprobieren. Wenn das klappt, kann man sich mit dem Pikieren etwas mehr Zeit lassen.