Letzte Woche war Weltvegantag. Bei insgesamt 24,3 Menschen in Deutschland wird zumindest einmal in der Woche vegan gegessen und veganes Hackfleisch ist derzeit in aller Munde. Man wird überhäuft mit oft widersprüchlichen Informationen über den Nutzen von veganer Ernährung, über unterschiedliche Ernährungsweisen und deren Einfluss auf die Natur. In diesem Artikel wollen wir dir ein wenig mehr über vegane Ernährung und die ökologischen Aspekte erzählen.

Weltvegantag

Insgesamt trägt die Art, wie wir uns ernähren zu 20 % zu unserem Fußabdruck bei. Auf das Jahr gesehen entspricht das im Durchschnitt in Deutschland 2 Tonnen CO2-Äquivalente. Wenn sich ein Mensch vegetarisch ernährt, reduziert sich diese Menge um etwa ein Drittel. Bei einem Veganer sogar um die Hälfte.  

Fläche zurück an die Natur

  Die CO2-Reduktion hängt eng mit dem geringeren Bedarf an Agrarland für die Produktion der pflanzlichen Lebensmittel zusammen. Dadurch kann im Umkehrschluss wieder mehr Fläche an die Natur zurückgegeben werden und dann mehr CO2 gebunden werden kann. Bei pflanzlicher Ernährung erhöht sich die Anzahl der Menschen, die von den zur Verfügung stehenden landwirtschaftlichen Flächen ernährt werden können außerdem signifikant.  

Weniger (vegane) Fertigprodukte

  Ein weiterer Faktor, der neben der veganen Ernährung zur Reduzierung des CO2 Abdruckes führt, ist die Verringerung des Konsums von Fertigprodukten. Das klingt einleuchtend, denn die Produktion des veganen Hackfleisches bedarf wesentlich mehr Energie und Ressourcen als die Ernte eine Kartoffel.  

Saisonale (vegane) Ernährung

  Es ist immer auch die Frage, wann man etwas konsumiert. Auch wenn Himbeeren vegan sind, handelt man nicht ökologisch verantwortungsvoll, wenn man diese im Dezember kauft. In diese Kategorie zählen auch Bananen, Kokos und natürlich Avocados. Diese werden nicht bei uns angebaut, sondern kommen aus Übersee. In den Anbaugebieten werden sie in schädlichen Monokulturen angebaut und dann zu uns geschifft.  

Wie sieht es aus, wenn auf einmal alle vegan wären?

  Eine Forschergruppe aus den USA hat anhand einer Computersimulation den unwahrscheinlichen Fall beleuchtet, dass die ganze USA sich vegan ernähren würde. Insgesamt 29 Millionen Hektar Fläche, die landwirtschaftlich genutzt wird, könnte eingespart werden, sowie drei Millionen Tonnen Stickstoffdünger. Insgesamt würden in diesem Modell 280 Millionen Tonnen CO2 Äquivalente eingespart werden können. Dieses Modell berücksichtigt jedoch nicht Unterschiede in den Klimavoraussetzungen, welche zu unterschiedlichen Arten der Landwirtschaft führen. Außerdem wurde das Modell nicht in Zusammenarbeit mit Ernährungswissenschaftlern entwickelt. Somit kann nicht sichergestellt werden, ob die verwendeten Nahrungsmittel einer gesunden Ernährung entsprechen. Spannend fanden wir die Zahlen dennoch.   Nachhaltigkeit, Informationen Wenn du nächstes Jahr alte und vergessene Sorten anpflanzen möchtest und so etwas für die Saatgutvielfalt und vermehrten regionalen Anbau tun möchtest, findest du unseren Kalender Vergessene Sorten hier und hier geht es zu unserem Shop. Für Fragen und Anregungen kannst du uns gerne auf Facebook und Instagram eine Nachricht schreiben.   Fenchel, Garten, Nachhaltigkeit

Quellen:

ZEIT.de   Südkurier   N-TV.de   Spiegel.de   fr.de