Uns juckt es schon in den grünen Daumen, wir wollen endlich wieder raus in den Garten und Erde umgraben, Tomaten gießen und Samen verteilen. Bis zur warmen Jahreszeit gibt es zum Glück trotzdem genug im Garten zu tun: Der Januar eignet sich gut, um Bäume und Sträucher zu schneiden, denn ihre Äste enthalten in dieser Jahreszeit kaum Pflanzensaft. Deshalb kann man sie besonders schonend schneiden. Zuerst solltest du alle abgestorbenen Triebe entfernen. Danach kürzt du herausstehende Äste und Zweige. Achte darauf, dass deine Heckenschere scharf ist, dann verheilt der Schnitt besser und der Frost kann deiner Pflanze nicht so viel anhaben.

Bäume und Sträucher fit machen für den Frühling

Das machst du am besten an einem Tag ohne Frost mit leichtem Sonnenschein. Nur dann werden die Schnitte glatt und das Holz splittert nicht zu sehr. So können die Schnittstellen besser heilen und das Risiko von Pilzerkrankungen an den Wunden wird gering gehalten. Allerdings kommen nur harte Gehölze wie Haselnuss, Holunder, Weide und Schlehe für den Schnitt im Januar infrage. Auch Forsythie, Deutie, Falscher Jasmin, Weigelie und Zierjohannisbeere kannst du jetzt schneiden, sogar bis auf 30 Zentimeter über dem Boden – aber nicht mehr als die Hälfte der Pflanze abschneiden! Sie soll schließlich noch genug Kraft zum Austreiben haben. Der Schnitt soll die Pflanze hauptsächlich in Form bringen und sie kräftigen. Hier kannst du sehen, wie man am besten junge Obstbäume zurückschneidet

Mach deine Meisenknödel selbst

Falls du keine Bäume und Sträucher im Garten hast, kümmre dich doch einfach um seine Besucher: mit diy-Meisenknödeln. Das Vogelfüttern ist umstritten, laut Naturschutzbund und Landesbund für Vogelschutz aber dennoch sinnvoll. Gegner kritisieren, dass die Winterfütterung nur einen geringen Teil zum Artenschutz beitragen könne und das Geld besser in Artenschutzprogrammen investiert sei. Worauf ihr achten solltet, könnt ihr hier nachlesen. Ein Meisenknödel ist super einfach gemacht: Dafür braucht ihr nur Kokosöl, das ihr in einer 1:1-Mischung mit Körnern und Samen mischt. Ihr könnt zusätzlich zum Beispiel Sonnenblumenkerne verwenden und verschiedene Nüsse wie Erdnüsse, Haselnüsse, Walnüsse oder Mandeln.

Wichtig ist Bio-Qualität

Auch Leinsamen, Haferflocken und Sesam schmecken den Vögeln gut. Über getrocknete Früchte freuen sie sich auch! Achtet dabei auf Bio-Qualität, nur so ist gewährleistet, dass es nicht aus der konventionellen Landwirtschaft kommt und den Vögeln im Anbaugebiet einen guten Lebensraum bietet.

Und so geht´s:

Besonders hübsch sieht der Meisenknödel aus, wenn du das Futter in die Schale einer Bio-Orangenhälfte füllst. Die kannst du einfach mit einem Löffel aushöhlen. Vergiss nicht, einen Bändel anzubringen! Dann musst du das Kokosöl in der Mikrowelle oder auf dem Herd erwärmen, bis es flüssig ist. Achte darauf, dass du das Kokosöl nicht siedet, wenn du es zu lange erhitzt, fängt es an zu stinken. In den Topf wirfst du dann deine Nüsse, Samen und Früchte und mischt alles gut durch. Die Mischung füllst du dann in die Orangenhälften. Wenn du die Oberfläche schön dekoriert hast, gibt nochmal ein bisschen Kokosöl darüber – dann hält das Ganze besser. Jetzt muss das Kokosöl nur noch fest werden, am schnellsten geht das in der Gefriertruhe. Hier findest du eine noch genauere Anleitung. Jetzt kannst du dich hoffentlich über noch mehr gefiederte Besucher in deinem Garten freuen. Weitere Tipps von uns wie du den Garten winterfest machen kannst, gibt’s hier!