So ärgerlich Verpackungen und Müll auch sind, so nützlich können sie für das Ansetzen von Pflanzen sein. Statt alles in den Müll zu werfen, funktioniert sie doch als Mini-Gewächshaus und Anzuchttöpfe um!

Anzuchttöpfe aus Klopapier-Rollen

Anzuchtschalen aus Klorollen sind schnell gebastelt und können auch ganz kreativ gestaltet werden.   Für die Kressehasen braucht ihr:
  • eine Klopapierrolle pro Hase
  • ggf. kleine übrig gebliebe Tüten oder Folien und Tacker
  • Erde
  • (Kresse)-Samen
  • Stifte zum Bemalen
  Und so geht's:

Zuerst die Umrisse des Hasenohren auf die Klopapier-Rolle zeichnen und dann ausschneiden. Das klappt gut frei Hand... Dann gehts ans Malen. Jetzt den unteren Rand der Klopapierrolle rundherum einschneiden, die Enden nach innen eindrücken. Danach müsst ihr die Hasen nur noch mit Erde und den Samen befüllen und angießen. Da die Klopapierrollen ideal als Anzuchtgefäß sind, könnt ihr sie natürlich auch für jedes andere Saatgut verwenden.

 

Wenn die Klorollen-Anzuchtschalen mal in ein Beet umgetopft werden sollen, könnt ihr sie direkt so umtopfen, denn das Papier baut sich irgendwann von selbst ab. Andernfalls könnt ihr die Klorollen mit alten Tüten oder Folien auslegen und ggf. festtackern, sodass sie länger halten und die Pappe nicht durchweicht.

 

Wir haben dieses kreative Kresse-Beet bei Schwesternliebe&Wir entdeckt. Alternativ kann man aus den Klorollen auch Anzuchtschalen falten.

 

Aus Müll Gewächshäuser basteln

Aus Müll könnt ihr etwas Sinnvolles zaubern und obendrein Geld sparen - denn Gewächshäuser und Anzuchttöpfe zu kaufen, kann ganz schön teuer werden. Denkbar sind die unterschiedlichsten Verpackungsarten: zum Beispiel Tetrapacks, Plastikbecher, oder Flaschen. Wir haben die wohl einfachste Variante gewählt: Eine Obstverpackung mit Deckel. Das Praktische an den Plastikobstverpackungen sind die Löcher, die sowieso schon vorhanden sind. Hier fließt das Wasser gut ab, jetzt heißt es nur noch, einen Teller oder Untersetzer darunter legen. Jetzt ist auch der perfekte Zeitpunkt für die Kultur von Setzlingen. Bis Mitte Mai haben sie genügend Zeit zum Keimen und Wachsen. Nach den Eisheiligen können sie dann nach draußen gesetzt werden. Ist die Erde ganz durchwurzelt, muss pikiert werden, d.h. die Keimlinge müssen vereinzelt werden.

Eierschalen als neues Zuhause für die Samen

Gesäuberte Eierschalen eignen sich auch sehr gut als Anzuchtschälchen – allerdings nur, wenn du sie später nicht mit ins Beet pflanzt. Denn zu viel Kalk kann den Boden auf Dauer auslaugen. Unsere Tomatillos aus dem Vergessene Sorten-Kalender werden sich hier bestimmt erst einmal wohl fühlen. Alternativ kann man auch zwei einzelne Schalen als Boden und Deckel zusammenkleben oder pinnen, Plastikschalen oder abgeschnittene PET-Flaschen kopfüber in die Erde stecken oder Gefäße mit Frischhaltefolie abdecken.

So verhinderst du Staunässe

Wichtig ist, dass du darauf achtest, dass keine Staunässe entsteht und sich im Gewächshaus nicht zu viel Kondenswasser sammelt. Regelmäßiges Lüften ist hier das A und O. Aus diesem Grund solltest du dein Mini-Gewächshaus mit einer Öffnung oder einem Deckel ausstatten, mit der frische Luft hereinkommen kann.