Vielleicht hast du auch schon mal unsere Visitenkarten zugesteckt bekommen und stehst jetzt vor der Frage, wie du sie einpflanzen sollst. Unsere Karten gibt es mit verschiedenen Saatgut-Sorten. Im Artikel erklären wir zu jeder einzelnen Karte, was du beachten musst.

1. Visitenkarte, aus der Celosia wächst

Celosia wird auch Brandschopf genannt und kann sogar als leckere Deko für Speisen und Getränke eingesetzt werden. Der Exot aus den Tropen wird zwischen 30 und 80 Zentimeter hoch und ist ein echter Tausendsassa. Sie kann als Zimmerpflanze, auf dem Balkon oder im Gartenbeet gut gedeihen.

Anpflanzen:

Am besten du säst im März aus, als Lichtkeimer musst du sie nur leicht andrücken. In einem selbst gebastelten Gewächshaus  sollte das Saatgut bei 20-23 Grad feucht gehalten werden. Nach 8 bis 14 Tagen keimt die schöne Celosia und kann vereinzelt werden, wenn die Keimlinge mindestens zwei Blattpaare hat. 

Standort:

Der Standort sollte sonnig, warm und geschützt sein, allerdings nicht in der prallen Mittagssonne. Am wohlsten fühlt sich die Celosia unter einem Dachvorsprung, wo sie dem Regen nicht allzu stark ausgeliefert ist.

Sich Kümmern:

Im Beet solltest du sie alle vier Wochen organisch düngen, im Topf alle zwei Wochen. Erst dann gießen, wenn die Erde gut angetrocknet ist! Verwelkte Blütenköpfe am besten direkt entfernen, dann kommen schon bald neue Knospen nach. Die Celosia kommt auch gerne im nächsten Jahr wieder. Dazu stellst du sie im Herbst entweder warm und hell oder kühl und dunkel nach drinnen- und dann entsprechend der Verhältnisse seltener gießen.  

 

 

2. Leckere Tomaten aus deiner Visitenkarte

Selbst angebaute Tomaten schmecken doch am besten und eignen sich für kleine Naschereien zwischendurch.

Anpflanzen:

Am besten wird zwischen März und April ausgesät. Die Tomaten können in Kästen, großen Töpfen oder im Beet gepflanzt werden. Das Pflanzgefäß muss mindestens 20 Liter Erde fassen.

Standort: 

Nach der Anzucht können die Tomaten ab Anfang Mai ins Freie gebracht werden. Zu Beginn sollten sie nicht in der prallen Sonne stehen. Mit dem Auspflanzen kann es dann Mitte Mai losgehen, dann freut sich die Tomate über einen sehr sonnigen Standort. Gleichzeitig sollten die Pflanzen vor Regen geschützt werden, am besten an einer Hauswand oder unter einem Dach: denn die Tomate verträgt nasse Blätter nicht so gut. Im Hochsommer sollte sie auch beschattet werden, damit die Wurzeln vor zu großer Hitze geschützt werden.

Sich Kümmern:

Tomaten brauchen große Mengen an Nährstoffen in Form von Dünger. Aber auch wieder nicht zu viel. Pro Pflanze im Topf sind drei Liter Kompost plus 150 Gramm Hornspäne oder -mehl im Jahr wichtig.  

3. Karotten ernten aus einer einpflanzbaren Karte

Die leckeren Vitaminbomben einfach selbst anbauen.Samenpapier

Anpflanzen:

Die Samen zwischen März bis Juni draußen im Garten aussäen. Dazu alle 1-2 cm in eine 1 cm tiefe Saatfurche legen, gut anfeuchten, mit Erde bedecken, andrücken und gießen. Um zu keimen, sollte es zwischen 1o und 20 Grad betragen. Es dauert 10 bis 20 Tage bis die ersten Keimlinge sichtbar werden.

Standort:

Leichte bis mittelschwere, lockere Böden.

Sich Kümmern:

Damit die Möhren nicht von Fliegen befallen werden, hilft es sie mit einem Kulturnetz zu überdecken. Ein cleverere Tipp ist es auch, die Karotten in Windrichtung auszusäen. Möhren lieben die Nachbarschaft von Zwiebeln.  

 

4. Tagetes

Anpflanzen:

Die Aussaat erfolgt im Haus von Februar bis März unter Glas oder in einer Obstschale aus Plastik. Als Lichtkeimer sollte man sie nur ganz leicht mit Erde bedecken. Bis zur Keimung sollte das Substrat mäßig feucht gehalten werden, also nicht zu viel gegossen werden. Bei einer Temperatur um die 20 Grad sollten sich schon nach wenigen Wochen die ersten Sämlinge zeigen. Sind die Sämlinge ca. eine Handbreit hoch, können sie vereinzelt werden und in verschiedene Töpfe gesetzt werden. Wenn sie im Haus vorgezogen werden, gebt ihr der Tagetes einen Wachstumsvorsprung. Allerdings kann man sie auch ab Ende April direkt ins Freiland säen. Dort kommen die Blüten aber erst später als bei den im Haus vorgezogenen Pflänzlein.

Standort: 

Solltet ihr im Haus vorziehen, sollte dafür ein heller Platz gewählt werden, der aber nicht den ganzen Tag in der prallen Sonne steht.  Nach den Eisheiligen könnt ihr die Pflanzen nach außen setzen. Der Abstand zwischen den Pflanzen kann relativ klein gewählt werden.

Sich Kümmern:

An sonnigen Orten sollte die Tagetes regelmäßig gegossen werden, denn sie mag keinen trockenen Boden. Die robuste Tagetes ist ansonten wirklich super pflegeleicht und hat keine großen Ansprüche. Allerdings lieben Schnecken unsere hübsche Tagetes, weshalb ihr sie im Blick haben solltet. In einem Pflanzgefäß solltet ihr sie alle zwei Wochen mit Blühpflanzendünger umsorgen.  

5. Kamille

Anpflanzen:

Ab Anfang März kann im Haus ausgesät werden, dazu solltest du einen hellen Standort wählen. Ab Anfang Mai kann es für die Kamille dann raus ins Freiland gehen. Da es sich bei der Kamille um Lichtkeimer handelt, dürfen die Samen nicht vom Substrat abgedeckt werden. 

Standort: 

Die Kamille mag es gerne sehr hell, auch über volle Sonne freut sie sich. Aber auch mit weniger Licht kommt sie gut klar. Es ist aber besonders wichtig, dass der Boden nährstoff und hummusreich ist. Welche Böden für die Kamille perfekt sind, sind leicht sandige Ton- oder Lehmböden.

Sich Kümmern:

Das hübsche Heilkraut mag ausreichend gegossen werden. Die Menge an Wasser hängt allerdings vom Boden ab. Lehmige und tonige Böden speichern das Wasser sehr gut ab. Wenn der Boden einen höheren Sandanteil hat, desto mehr muss gegossen werden. Ansonsten ist auch die Kamille pflegeleicht und muss nicht gedüngt werden. Wenn du im Herbst aussäen solltest, dann sollten die frostempfindlichen Keimlinge abgedeckt werden.   Quellen: Gartenjournal, MDR, Mein schöner Garten